Wir stellen vor: zwei Samedner Firmen

Jonas, Luca, Sandro, Leonor, Tiziano, Laila T., Men und Samuel der 4. Klasse aus Samedan stellen euch den Engadin Airport vor und geben einen Einblick in die Engadiner Lehrwerkstatt.

Wir sind in die Lehrwerkstatt für Schreiner von Samedan gegangen. Dort haben wir den Chef einen Lehrling und einen Ausbildner interviewt.

 

Fragen an den Chef

Wie viele Aufträge bekommt ihr im Monat und was für Aufträge?

Wir bekommen im Monat etwa 100 Aufträge. Das können kleine Aufträge sein wie Leisten oder ein Brett. Es kann aber auch eine ganze Küche sein oder Schränke, Türen, Decken. In diesem Monat haben wir eine Küche, 10 Türen, etwa 5 Schränke und nachher noch kleinere Sachen, das sind um die 50 Aufträge.

Ist es schwierig, ein Unternehmen zu führen?

Hmmm! Es ist nicht einfach, also ja es ist schwierig. Es ist schwierig alle Wünsche der Kunden zu ermöglichen, denn sie wollen eine gute Qualität. Sie wollen es genau am vereinbarten Zeitpunkt & sie wollen es zu einem vereinbartem Preis. Dies zu koordinieren mit den Arbeiter, das die Ware am richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Ja das ist wirklich schwierig.

Von wo bekommt ihr das Holz?

Es kommt darauf an, was für Holz. Die Arve- und Lärchenholz bekommen wir vom Engadin. Wir kaufen das Holz vom Förster, dann lassen wir das Holz durch eine Säge. Die kommt immer hier her, das ist ein Störsäger. Um die Schreinerei ist alles voll Holz. Nachdem das Holz geschnitten wurde, müssen wir das Holz ein paar Monate lagern, dass es trocken wird und dann können wir das Holz brauchen. Eiche kommt von Deutschland oder von Polen und Tschechien. Ahorn von Deutschland oder von Frankreich, der Nussbaum kommt oft von Frankreich.
Fichte bekommen wir vom Prättigau. Wir haben aber auch Teak, das ist ein Tropenholz. Dieses kommt zum Beispiel von Burma. Wir bekommen Holz aus der ganzen Welt, aber mehrheitlich aus dem Engadin. 80% aus dem Engadin 17% aus Europa und 3% aus dem Rest der Welt.

Wie viele Unfälle gibt es pro Jahr?

Schwerere Unfälle, bei denen der Arzt kommen muss, gibt es eins bis maximal drei Mal pro Jahr. Es gibt viel öfter Unfälle, bei denen sich die Arbeiter während ihren Hobbies verletzen, z.B. beim Snowboarden, Skateboarden oder Ski fahren.

Fragen an den Lehrling

Wie fühlt es sich an für jemanden zu arbeiten?

Man hat einerseits die Sicherheit, dass man eine Arbeitsstelle hat und Geld verdient und ist froh, dass man nicht selbst für die Aufträge sorgen muss. Ich bin froh, dass ich einen Chef habe, der für genug Arbeit sorgt. Macht es Spass zu arbeiten? Ja! Mir macht es mega Spass. Das kann ich euch sagen, wenn ihr eine Lehrstelle sucht, dann muss es euch wirklich Spass machen. Wenn ihr Spass habt lernt ihr viel mehr & ihr seid immer mit Freude dabei.

Hast du Angst vor manchen Maschinen?

Nein, aber ich habe Respekt von den Maschinen. Da ich weiss, dass es ein gewisses Risiko besteht. Aber wenn alle die Sicherheitsregeln einhalten, dann sollte eigentlich nichts passieren.
Wie viel Freizeit hast du? Also wir arbeiten vom 7:30 Uhr bis 12:00 Uhr dann haben wir Mittagspause bis um 13:15 Uhr nachher arbeiten wir bis um 17:15 Uhr. Dann haben wir frei aber am Freitag können wir um 16:45 Uhr nach Hause  gehen. Einmal in der Woche gehen wir in die Schule gehen ,alle hier haben einen Tag Schule. Am Wochenende habe ich Freizeit.
Bist du zufrieden mit deinem job? Ja, ich bin sehr zufrieden.


Fragen an den Ausbildner

Wie ist es für dich, für jemanden zu arbeiten?

Das ist interessant man muss das machen, was dir gesagt wird. Wenn es einmal ein Problem gibt dann kann man alles in Ruhe besprechen mit dem Chef.

Macht es dir Spass, hier bei der Lehrwerkstatt zu arbeiten?

Es ist schön und interessant mit den jungen Lernenden zu arbeiten und auch zu helfen.
Bei dieser Arbeit muss man viel arbeiten. Wir ausgebildete Schreiner arbeiten nicht nur mit Holz sondern bilden auch die Lernenden aus und erklären.

Hast du Angst vor bestimmten Maschinen?

Von den einen Maschinen habe ich Respekt, aber nicht Angst. Das ist auch gut so. Bevor man die Maschinen braucht werden sie geputzt und kontrolliert und es gibt klare Regeln. Es ist auch wichtig, dass man den richtigen Schutz trägt (Handschuhe ect.). Klar gibt es manchmal auch gefährlichere Arbeiten, da lässt man dann nicht gerade einen Lehrling ran.

Wie viel Freizeit hast du?

Vom 07:30: Uhr bis am Mittag, die Mittagspause dauert dann 1h &15min und dann arbeite ich bis um 17:15 Uhr . Vor Weihnachten haben wir weniger Freizeit, weil wir da viel zu tun haben. Wir machen in dieser Zeit oft Überzeit. Die Zeit, welche wir mehr Arbeiten können wir dann als Ferien beziehen.

Bist du zufrieden mit dem Job?

Ja, ich bin sehr zufrieden mit meinem Job. Ich arbeite gerne mit den Händen. Am Schluss das Produkt zu sehen und zu bewundern ist der schönste Teil. Es ist interessant weil es jedes Mal anders ist.

 

Engadin Airport

Die Eröffnung des Engadin Airports fand am 27. Januar 1938 statt. Seit 2004 ist der Flughafen ein Zivilflughafen. Durchschnittlich landen insgesamt 34‘000 Passagiere pro Jahr auf dem Engadin Airport. Die Landebahn hat eine Länge von 1840 Meter. Der Engadin Airport ist mit seinen 1707 M.ü.M der höchstgelegene Flughafen Europas.

Auf dem Flughafen sind verschiedene Fluggesellschaften stationiert. Dazu gehören die Air Corviglia, die Vista Jet und die Motorfluggruppe Oberengadin.

Zu den stationierten Helikoptergesellschaften gehören die Heli Bernina AG, die Swisshelicopter AG und die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega. Die Heli Bernina AG wurde im März 1985 von Ueli Bärfuss und Leo Caminada gegründet. Am 1. Juni 1985 nimmt sie mit einem Helikopter und vorerst zwei Mitarbeitern den Flugbetrieb auf. Das Team verdoppelt sich innert kurzer Zeit und kann im ersten Jahr mit viel Einsatz 4‘500 Tonnen Material für diverse Gebirgsbaustellen transportieren. Heute operiert die Gesellschaft drei Helikopter. Swisshelicopter wurde im Jahre 2012 gegründet. Sie betreibt in Samedan eine Maschine und verfügt in der Schweiz über insgesamt zwölf Helikopter. Die Rega wurde am 27. April 1952 gegründet. In Samedan hat sie einen Rettungshelikopter stationiert. Die Rega besitzt in der Schweiz insgesamt 18 Helikopter und verfügt über 13 Helikopter-Rettungsbasen.