Woher kommt die Farbe in den See?

Wasser gibt es als Regen, in Bächen und Flüssen, in Seen und Meeren, und bei uns auch aus jedem Wasserhahn. Reines Wasser ist durchsichtig und hat keine Farbe. Warum aber ist der Stazersee blau und der Gletschersee im Roseg-Tal türkis?

Wenn Sonnenstrahlen auf Wasser fallen, dann werden sie fast nicht gebremst: Wasser ist sehr lichtdurchlässig und lässt die meisten Sonnenstrahlen durch. Das Licht der Sonne scheint weiss, ist in Wirklichkeit aber eine Mischung der Regenbogenfarben. Auf dem Weg durch das Wasser treffen die Lichtstrahlen auf viele Wasserteilchen. Diese verschlucken (absorbieren) die meisten Farben des Sonnenlichts. Blau «mögen» sie gar nicht und schicken es wieder weg (reflektieren). Je länger der Weg des Lichts durch das Wasser ist, desto mehr Farben werden von den Wasserteilchen verschluckt und desto mehr Blau bleibt übrig. Deshalb ist tiefes Wasser besonders blau und in Ufernähe scheint es oft weniger blau. In Gletscherseen schweben zudem unzählige winzige Gesteinsstückchen. Wenn die Sonne scheint, reflektieren diese Partikel vor allem das blaugrüne Licht und der See erstrahlt türkis.